Wettkampf als Ausbildungsmethode

Aktualisiert: 30. Juli 2019


In der Szene der "Historischen Fechter" steigt das Interesse sich gegenseitig in Form von Turnieren zu messen, immer weiter. Daher möchte ich aus Sicht der Ausbildungslehre und Ausbildungspädagogik einen Einblick in Wettkampfformen als Ausbildungsmethoden geben.

Anstatt von Wettkämpfen, wird heute jedoch meist von Turnieren geredet. Wenngleich der Begriff bereits im Mittelalter für Kampfspiele stand, ist er wohl erst wieder Anfang des 20. Jahrhunderts durch den internationalen Pferdesport in den deutschen Sprachgebrauch als Synonym für Wettkämpfe gelangt. Turniere werden heute allgemein hin als "sportliche" Wettkämpfe gesehen. Turnier ist demnach heute nur ein anderes Synonym für Wettkampf. Als Einstieg möchte ich daher eine leicht zugängliche Definitionen aus Wikipedia einwerfen.

"Ein Wettkampf, auch Wettbewerb (österreichisch: Bewerb) oder Wettstreit, ist ein Kampf um beste Leistungen, etwa um sportliche, dichterische, künstlerische, musische, handwerkliche oder andere kulturelle Leistungen."[1]

Ein Wettkampf ist demnach alles, was versucht, einen Leistungsvergleich in einem gewissen Themenfeld zu erreichen und den oder die Besten in diesem Gebiet zu ermitteln. Es muss also nicht immer Sport sein. Das ist auch wichtig, wenn etwa historische Kampfspiele/Turniere in ihrer didaktischen Struktur und der Methodik eigeordnet werden sollen. Tatsächlich waren und sind Wettkämpfe nicht nur Spaß und Belustigung für Teilnehmer und Zuschauer. Vielmehr waren sie ursprünglich Ausbildungsformen, also Methoden, um Ausbildungsziele zu kontrollieren. Da es in vergangen Zeiten dabei auch um die Wehrhaftigkeit und damit ein hohes gesellschaftliches Ziel ging, gab es bereits damals Abstufungen und Entwicklungen innerhalb der Wettkampfformen. So gab es Wettkampfformen mit unterschiedlichen Zielstellungen.

Jede Wettkampfform sollte eine klare Zielstellung haben, was eigentlich verglichen oder abgeprüft werden soll. Schauen wir uns etwa die verschiedenen berittenen ritterlichen Turnierformen vom 12. bis 16. Jahrhundert an, so können wir einen klaren Unterschied zwischen "sportlichen"/"öffentlichkeitswirksamen" und "ausbildungsorientierten" Turnieren erkennen. Mischformen gab es natürlich immer, wie es nirgends ein klares schwarz-weiß-Schema gibt.

Seit dem 11. Jahrhundert lassen sich in der europäischen Ritterschaft zunehmend Wettkämpfe belegen, die das Verhalten einer Kampfgemeinschaft auf dem Schlachtfeld schulten und prüften. Dies waren meist Massengefechte, in denen feste Lebensaufgebote nach Zugehörigkeiten zu einem Lehnsherr/Herrschaft gegeneinander Antraten. Dabei wurde in Formation geritten, um die gegnerische Formation aufzubrechen. Erst dann begannen Einzelkämpfe, in denen es vorwiegend darum ging möglichst viele Gegner gefangen zu nehmen. Von waffenlosen bis hin zu scharfen Wettkämpfen scheint es alle Formen gegeben zu haben.[2] Auch diese gefechtsorientierten Formen scheinen damals bereits eine zusätzliche öffentlichkeitswirksame Zielstellung gehabt zu haben. Dies könnte aber eher aus dem Ziel erwachsen sein, dass man unter Zuschauern eine höhere Leistung bringt und einen zusätzlichen Ansporn hat. Denn die Wettkampfformen des Rittertums wurden zunehmend in die höfische Kultur eingebunden.

Aus dieser wachsenden höfischen Kultur entspringt schließlich auch das auf Prestige und Öffentlichkeit ausgelegte zweikampforientierte Turnier des späten Mittelalters. Wenngleich auch gefechtsorientierte Turniere stattfanden, so waren es das Stechen und Tjosten, die durch ihre öffentliche Darstellung und Verknüpfung mit Festen gerade im ausgehenden 15. und beginnenden 16. Jahrhundert bis heute im kollektiven Gedächtnis der Gesellschaft präsent sind, wenn von Turnieren gesprochen wird.

Jede der damaligen Wettkampfformen verfolgte dabei klare Ziele. Gefechtsorientierte Turniere sollten den Kämpfer ein möglichst reales Szenario geben, ähnlich heutigen militärischen Gefechtsübungen. Die öffentlichkeitswirksamen "höfischen" Turniere hatten zum Ziel das eigene Ansehen, das des eigenen Hofes oder der eigenen Familie zu vergrößern und in den Mittelpunkt zu setzen, politische Macht darzustellen und schließlich auch den Wunsch der Bevölkerung nach Festlichkeiten und Ablenkung vom Alltag nachzukommen. Mit Vorbereitung auf den Kampf hatten diese Wettkampfformen, bis auf mentales und körperliches Training nichts mehr zu tun.

Diese beiden Formen des Wettkampfes haben sich bis heute in gleicher Trennung durch ihre Zielstellungen erhalten. Auch heute haben wir Turniere, die eher einen öffentlichkeitswirksamen, gesellschaftlichen, sportlichen Charakter haben und wir haben Wettkämpfe, die von der Öffentlichkeit nicht oder kaum wahrgenommen werden, die aber eine Zielstellung in Richtung der Erreichung von Ausbildungszielen haben. Gerade bei Militär und Polizei sind solche Wettkämpfe typisch, da diese das Erbe des militärischen Rittertums darstellen.

Wenn wir also heute Turniere abhalten wollen, dann sollten auch wir uns in der jeweiligen Schule und/oder dem Verein klar überlegen, welche Zielstellung unsere Wettkämpfe haben sollen. Sollen es öffentliche "Feste" sein, bei denen der Austausch und Spaß im Vordergrund steht. Sollen sie bestimmte Leistungen aus der Ausbildung kontrollieren oder sollen es gar Mischformen sein?

Oft wird gesagt "wir wollen den besten Fechter an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit ermitteln". Aber dann müssen wir uns fragen, woran wollen wir in dem jeweiligen Wettkampf diese Kompetenzen festmachen? Auch bei Wettkampfformen gibt es keine eierlegende Wollmilchsau. So ist mir keine Wettkampfform bekannt, die alle Kompetenzen von Fechtern in gleichem Maße bewertet. Im Militär gibt es etwa Wettkämpfe, welche die körperliche Leistungsfähigkeit ermitteln, welche die Schießqualitäten in Ruhe oder unter Stress bewerten, Gruppenwettkämpfe, die den Zusammenhalt prüfen und vergleichen uvm. . Einfach nur zu sagen, wir wollen den Besten ermitteln, ist da zu vereinfacht. Der Wettkampf sollte also bestimmte Eigenschaften/Leistungen vergleichen. Möchte ich den Wettkampf als ausbildungsorientierten Wettkampf gestalten, dann muss ich natürlich wissen, welche Ziele ich in meiner Ausbildung habe und welche Eigenschaften/Leistungen am Ende einer Ausbildung oder eines Ausbildungsabschnittes stehen sollen. Und vor allem, ob sich diese überhaupt prüfen, bewerten und vergleichen lassen. Im Kampf ist es wichtig sich jederzeit ohne nachzudenken reflexartig richtig zu verteidigen. Im Vergleich zum waffenlosen Kampf, würde gerade beim Fechten jeder Treffer in der Realität zu einem gewaltigen Handicap oder gar der Niederlage führen. Habe ich als Trainer einen Schüler also von der Perfektion der Technik bis zur passenden gefechtsorientierten Lernzielstufe ausgebildet, um nun zu schauen, ob er die Verteidigung auch unter höchstem Stress beherrscht, dann eignet sich hier der Wettkampf als beste Ausbildungsmethode, um dieses Verhalten zu schulen und den Ausbildungsstand zu verfolgen. Nur der Wettkampf mit unbekannten oder schwer einzuschätzenden Gegnern kann eine möglichst nahe simulierte Kampfsituation schaffen, welche die entsprechenden Parameter wie psychischer Druck, Stress, Angst etc. einbringt. Fatal wäre nun wenn ich meinen Schüler auf einem Wettkampf coachen würde, der eben das nicht als Zielstellung hat. Der eben nicht die Verteidigung als zentrale Eigenschaft vergleicht, sondern den Angriff. Gerade im Bereich der Doppeltrefferregelungen, kann ich hier einen Ausbildungserfolg grundlegend gefährden. Denn der Schüler könnte anfangen an sich und seinen Leistungen zu zweifeln, sein Selbstvertrauen verlieren und anstatt unter Druck zu wachsen, könnte er durch ständige Niederlagen zunehmend demotiviert werden.

Die größten Schwächen von Turnieren

"Turniere fördern die guten und hindern die schlechteren daran besser zu werden." Wer in der entsprechenden Disziplin gut ist, wird dies auch solange bleiben, bis seine Leistungsfähigkeit aus verschiedenen Gründen nachlässt oder ein besserer Kämpfer kommt. Wer sich aber auf Turniere versteift und noch nicht soweit ist, der wird stetig gegen die erfahrenen Kämpfer verlieren und ohne ein entsprechendes Coaching nicht voran kommen, sondern möglicherweise immer mehr seine Motivation für Turniere verlieren. Doch was machen? Leistungsklassen einführen kann helfen. Innerhalb der Schule oder des Vereins können anhand von Wettkämpfen Leistungsklassen eingeführt werden. Innerhalb dieser Klassen sind die Unterschiede gering und es kommt zu mehr Erfolgen, was die Motivation und den Lernerfolg durch positive Konditionierung fördert. In Begleitung durch entsprechendes Coaching und Unterricht kann dann von Klasse zu Klasse aufgestiegen werden und das eigene Leistungsbild gut eingeschätzt werden. Problem hierbei ist jedoch die Vergleichbarkeit innerhalb es Vereins. Erfahrene Coaches im Olympischen Fechten halten nichts von regelmäßigen Wettkämpfen innerhalb von Vereinen. Denn immer mit den gleichen Gegnern zu kämpfen führt auf Dauer zur Stagnation gerade im taktisch-strategischen Bereich sowie den mentalen und psychischen Kompetenzen.

Der Nutzen von Wettkämpfen in der Ausbildung

Sich zu messen und Erfolg zu haben oder auch nur den Kampf bewältigt/überstanden zu haben kann eine der motivierendsten Erfahrungen sein. Nur gute und angepasste Wettkämpfe können diesen extremen Motivationsschub bringen. Man kann im Gesicht der strahlenden Turniersieger sehen. Siege stärken das Selbstvertrauen und den Glaube an die eigenen Fähigkeiten. Das kann eine der wichtigsten Erfahrungen für einen Schüler darstellen. Doch es bedarf einer guten Vorbereitung durch den Lehrer/Trainer/Coach, um einen Schüler ganz individuell darauf vorzubereiten. Denn jeder geht mit den möglichen Ängsten und dem Stress anders um. Nicht jeder kann eine mögliche Niederlage verkraften. Es ist in der Verantwortung des Lehrers den Schüler zumindest ehrlich und fachlich auf sein Potential hinzuweisen und ihm auch ehrlich zu sagen, ob er für ganz individuell bereit oder nicht bereit ist, sich in einem Turnier zu stellen. In der Ausbildungsfolge, sollte der Wettkampf als höchste und letzte Ausbildungsform dienen. Erst wenn ein bestimmtes "Grad des Könnens" also eine Lernzielstufe erreicht ist, dann sollte diese auch im Wettkampf geprüft bzw. perfektioniert werden. Kurzum eine gewisse Turnierreifeprüfung sollte in jedem Fall dabei sein. Erst wenn die grundlegenden technischen, taktischen und körperlichen Voraussetzungen geschaffen wurde und diese neben Solodirlls, Partnerdrills, Lektionen, gefechtnahen Übungen und Übungsgefechten in dieser Lernzielstufe nachgewiesen wurden, sollte der Lehrer seinem Schützling eine Wettkampfteilnahme nahelegen.

Wettkampfformen mit besonderer Ausrichtung

Eine in unserer Szene kaum beachtete Regelung im olympischen Fechten fördert beispielsweise den Schwertpunkt der Verteidigung. Das Angriffsrecht führt letztlich dazu, dass sich ein z.B. Säbelfechter zuerst mit dem Angriff der Gegners auseinandersetzen und diese mit Körper oder Waffe versetzen(parieren) muss, bevor er einen möglichen Angriff/Treffer setzt. Diese für Kampfrichter natürlich schwer wertende Regelung, ist für das Ausbildungsziel der Verteidigung z.B. eine tolle Prüfung.

In den Belgisch-Gallischen Wettkampfformen, die Matt Galas einst vorlegte (zu denen es bisher leider keine Quellenangabe gibt), kann man auch ersehen, dass diese besondere und wie ich finde geniale Wettkampfform bestimmte Eigenschaften der Fechter schulen und prüfen sollte. In einem Wettbewerb werden sowohl offensive als auch defensive Kompetenzen geschult und ab geprüft. Sie dazu hier!

In dem beschriebenen System gibt es einen König, der sich allen Kämpfern nacheinander stellen muss. Dieser König prüft vor allem seine offensiven Kompetenzen samt aller psychischen und physischen Zusatzfaktoren, da er einsam gegen den Rest steht und ihn viele Kämpfe erwarten. Jegliche Doppeltreffer oder "Nachtreffer" vom König beenden den Kampf zu seinen Gunsten. Da es je Teilnehmer nur einen Gang gibt, kann das also sehr schnell sein. Wie gesagt der König trainiert seine offensiven Kompetenzen. Die anderen Teilnehmern hingegen müssen ihre defensiven Kompetenzen und vor allem den Wechseln zwischen treffen und verteidigen üben. Denn sie können den König nur besiegen, indem sie einen klaren Treffer setzen UND(!) ohne Treffer abziehen. Die Schwerter waren mit Kalk bestrichen, sodass ein "klarer Treffer" auf der getragenen schwarzen Kleidung auch klar erkennbar war. Ohne dieses Reglement weiter zu beschreiben (mehr dazu siehe Link oben) wird doch klar ersichtlich, dass dieses System nicht auf Fairness der Kontrahenten aus ist sondern viele erkennbare Eigenschaften eines guten Fechters förderte. Neben Angriff und Verteidigung wurden auch Konsequenz, mentale Stärke, psychische Stärke und gerade für einen guten König auch Fitness geprüft.

Das heute für viele der Spaß und das Abschalten vom Alltag im Vordergrund stehen ist klar. Aber ich denke, dass sich wie bei dem belgischen Wettkampfsystem beide Zielstellung nicht grundlegend ausschließen müssen. Unsere Turniere sollten klare Zielstellungen haben und auch sagen, was bei ihnen eigentlich verglichen werden soll. Ich denke es sollte mehr Turniere in vielen Variationen geben, die es Fechtern ermöglichen ihr fechterisches Können in verschiedenen Kompetenzbereichen zu verbessern. Nichts anderes hatten die Reisen der früheren Fechtmeister zum Inhalt, als den Horizont durch den Austausch und das Messen mit unbekannten Fechtern zu erweitern.

Nicht zu vergessen sei aber auch, das Wettkämpfe in viel kleinerer Form stets im Training, etwa beim Aufwärmen oder zum Teambuilding eingesetzt werden können, um auf spielerische Art und Weise zu lernen. Durch das Verknüpfen mit positiven Gefühlen wird stets besser gelernt. Und Wettkampf und Spiel können/sollten dabei eine wichtige Rolle spielen. Die Umsetzung kann dabei ganz individuelle nach den Zielen Wünschen von Lehrer und Schüler angepasst sein.

Übersicht zu Wettkampf als Ausbildungsform

Wettkampf

Synonyme: Wettbewerb, Wettspiel, Wettstreit, Vergleich Kurzbeschreibung: Einzelne Teilnehmer oder Gruppen wetteifern miteinander um das Erreichen von Lernzielen.

Ziele:

  • vergleichen und messen von Leistungen

  • Grenzen der Leistungsfähigkeit aufzeigen

  • wirksame Anstachelung zur Leistungssteigerung (Leistungsprovokation)

  • Zugewinn an Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten im Rahmen des Wettbewerbs

Vorteile:

  • erzieht zu Kameradschaft und Fairness

  • weckt den Gemeinschaftsgeist

  • bietet Abwechslung und lockert die Ausbildung auf

  • steigert den Einsatzwillen

  • stimuliert zu höheren Leistungen / Lernergebnissen

Nachteile/Schwierigkeiten:

  • falscher Ehrgeiz kann zu unkameradschaftlichem Verhalten führen

  • übertriebener Ehrgeiz kann den Ausbildungszweck in Frage stellen

  • ständiger Misserfolg führt zu Frustration und Missgunst

  • bedarf gründlicher Planung und besonnener Lenkung

Beispiele:

  • sowohl kognitive wie psychomotorische Ausbildungsthemen mit spielerischen, auflockernden Anteilen

  • Möglichkeit zur charakterlichen Erziehung (Teamgeist, Kooperation, Führungsverhalten)

Ich persönlich halte Wettkämpfe aus vielerlei Hinsicht als eine Bereicherung, die im jeweiligen Kontext der Zielstellung der Fechter gesehen werden muss. Vor allem im internationalen Kontext können sie auch zu Austausch, Toleranz und Vielfältigkeit beitragen.

Innerhalb der Ausbildungslehre ist der Wettkampf natürlich nur eine von vielen Ausbildungsformen. Diese und andere Ausbildungsformen sind intensiver Bestandteil der Ausbildung von Lehrpersonal bei IN MOTU und Teil der Weiterbildungsseminare im Themenfeld Ausbildungslehre insbesondere Ausbildungsmethodik.

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Wettkampf (vom 09.05.2018 09:13 Uhr)

[2] Werner Paravicini, DIE RITTERLICH HÖFISCHE KULTUR DES MITTELALTERS; in: ENZYKLOPÄDIE DEUTSCHER GESCHICHTE Bd. 32, München 20111, S. 11ff.


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